HEATPEEK

Native macOS-App

Wärmebild, nativ auf dem Mac.

Die P3 und die P1 werden direkt aus dem User-Space über Apples IOUSBHost angesprochen, die P2 Pro bindet macOS selbst ein – keine Kernel-Erweiterung, kein libusb, nichts zu installieren. Der Sensor misst je Pixel in 1/64 Kelvin; HeatPeek arbeitet mit diesen Werten statt mit dem fertigen Farbbild.

Für macOS laden

macOS 14 oder neuer · Apple Silicon und Intel · kostenlos · MIT-Lizenz

HeatPeek zeigt ein Notebook im Wärmebild; benannte Messungen an USB-A-Port und Kopfhörerbuchse, rechts der Reiter „Bild“ mit Paletten und Bildinformationen

Funktionen

Was drin ist

  • Rohwerte statt Farben

    Die Kamera liefert je Pixel einen Rohwert in 1/64 Kelvin. HeatPeek rechnet durchgehend damit – jede Messung, jede Korrektur, jede Aufzeichnung greift darauf zu, statt eine Temperatur aus dem fertigen Falschfarbenbild zurückzurechnen.

  • Punkte und Flächen

    Neun Punkte, vier Flächen. Jede Messung hat Namen, Grenzwerte, Farbe, Verlaufskurve und CSV-Spalte. Die Koordinaten liegen im Rohraster des Sensors und überstehen Drehen und Spiegeln.

  • Emissionsgrad

    Stefan-Boltzmann-Korrektur als Nachschlagetabelle über die Rohwerte – ein Array-Zugriff je Pixel statt zweier pow-Aufrufe. Die App nennt die Rauschverstärkung und die Grenze, unterhalb derer die Korrektur keine Lösung hat.

  • Skalierung

    Kamera-Automatik, pro Bild oder fester Bereich. Unter der Automatik liest die App die Kennlinie aus dem Bild zurück, statt eine Gerade anzunehmen – die Skala ist auch dort beschriftet.

  • Zwei Syphon-Quellen

    Geteilte IOSurface-Textur, kein JPEG, kein HTTP. Bild und Messwerte getrennt, damit die Szene sie unabhängig platziert.

  • Aufzeichnen und zurücklesen

    PNG mit vollständiger Temperaturmatrix, H.264-MP4, Messwerte als CSV mit 5 Hz. Beide CSV-Formate öffnet die App wieder – als Kurven oder als Bild mit Verteilung.

Messen

Was gemessen wird, und wie genau

Ein Klick setzt einen Punkt, Ziehen eine Fläche; beides lässt sich verschieben. Die Werteliste zeigt Minimum, Mittel und Maximum der Szene und darunter jede Messung einzeln.

Der Emissionsgrad ist der Hebel, an dem Wärmebildmessungen scheitern. Die Voreinstellungen nennen den Oberflächenzustand, weil der den Wert bestimmt: poliertes Kupfer liegt bei 0.05, oxidiertes bei 0.65. Bei niedrigen Werten sagt die App, um welchen Faktor sie Messfehler verstärkt.

Reiter „Messen“ mit der Liste der Emissionsgrade und den Grenzwerten je Messung

OBS

Ohne Umweg in OBS

Das fertige Bild liegt ohnehin als GPU-Textur vor. Syphon reicht genau diese weiter – ohne Umkodierung, ohne Datei, ohne Server dazwischen –, und OBS liest sie direkt. Was im Fenster eingeschaltet ist, kommt dort unverändert an: Die Bildinformationen gelten für Fenster und Quelle gleichermaßen.

OBS mit beiden HeatPeek-Quellen in einer Szene: das Kamerabild, darüber die Messwerte auf transparentem Grund

Zwei Syphon-Quellen

HeatPeek
Das Kamerabild im Seitenverhältnis des Sensors, mit den Bildinformationen, die du eingeschaltet hast.
HeatPeek Stats
Verlaufskurve und Werteliste, 1280 × 720, mit Alphakanal. Deckkraft stufenlos bis null – dann bleiben nur Text und Kurven.

Für Programme ohne Syphon gibt es einen MJPEG-Stream auf localhost – nur auf dem eigenen Rechner, nie im Netz.

Der Syphon-Client in OBS mit der Quelle „HeatPeek Stats“ und aktivierter Transparenz

Hardware

Unterstützte Kameras

Maßgeblich für die Unterstützung sind VID und PID, nicht der Aufdruck auf dem Gehäuse.

ModellVID / PIDAuflösung
Thermal Master P30x3474 / 0x45A2256 × 192
Thermal Master P10x3474 / 0x45C2160 × 120
Thermal Master P2 Pro0x0BDA / 0x5830256 × 192

Die P2 Pro bindet macOS als Videogerät ein, deshalb fragt es beim ersten Anstecken nach Kamerazugriff. Sie misst in ihrem Standardbereich von −20 bis 120 °C; Bereichswechsel und manuelle Shutter-Kalibrierung fehlen bei ihr, weil dieser Weg die dafür nötigen Zusatzbefehle nicht überträgt.

Getestet mit dem P3 und der P2 Pro. Der P1 ist über die gesamte Kette mit synthetischen Bildern geprüft, aber noch nicht an echter Hardware.

3D-Modell

Gehäuse mit GoPro-Mount für den Thermal Master P3

Du hast einen 3D-Drucker? Dann druck dir ein Gehäuse für deinen P3. Zusammen mit einem Verlängerungskabel hängt die Kamera nicht mehr starr am Telefon, sondern sitzt auf jedem Arm, jeder Klemme, jedem Stativkopf.

Zwei Anschlüsse sind dran – einer am Ende, einer an der Längsseite, damit du längs oder quer einspannen kannst. Als STL und 3MF zum Drucken, als STEP zum Ändern, dazu eine Kurzanleitung mit Material, Druckrichtung und den beiden Passmaßen.

Das Ende mit dem Fokusring bleibt offen, damit sich der Ring im eingebauten Zustand drehen lässt.

3D-Modell laden

Nicht für den P1, der hat ein anderes Gehäuse. MIT-Lizenz.

Installation

Drei Schritte

  1. Disk-Image laden und HeatPeek nach „Programme“ ziehen.
  2. Beim ersten Start fragt macOS einmal nach, weil die App aus dem Internet kommt. Sie ist signiert und von Apple notarisiert.
  3. Kamera per USB-C anstecken – HeatPeek verbindet sich von selbst. Bei der P2 Pro fragt macOS einmal nach Kamerazugriff.

Das Klacken der Kamera ist ihre Shutter-Kalibrierung. Bei P3 und P1 setzt „Kamera aus“ in HeatPeek das USB-Gerät zurück, damit sie still ist, sobald du fertig bist.

Quelltext

Offen und kostenlos

HeatPeek steht unter der MIT-Lizenz, der Quelltext liegt offen auf GitHub.

Quelltext auf GitHub

Das USB-Protokoll ist eine eigenständige Swift-Neuimplementierung nach der Reverse-Engineering-Arbeit von jvdillon in p3-ir-camera (Apache 2.0). Mitgeliefert: Syphon (3-Klausel-BSD), die Lucide-Symbole (ISC) sowie die Schriften Barlow und IBM Plex Mono (SIL OFL), jeweils unter ihren eigenen Lizenzen.

Wärmebild, nativ auf dem Mac.

Für macOS laden

macOS 14 oder neuer · Apple Silicon und Intel · kostenlos · MIT-Lizenz